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essen_ist_fertig Marijke, 34 @essen_ist_fertig mentions
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In des Ehemanns Abwesenheit haben die Jungs und ich, mit Hilfe von meinem Papa, einen Pool im Garten ...
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In des Ehemanns Abwesenheit haben die Jungs und ich, mit Hilfe von meinem Papa, einen Pool im Garten aufgebaut. Als der stand, fiel mir ein, dass direkt daneben früher die riesige Sandkiste der Jungs war. Seit ein paar Jahren nicht mehr genutzt, war sie inzwischen von Rasen überwuchert, ... In des Ehemanns Abwesenheit haben die Jungs und ich, mit Hilfe von meinem Papa, einen Pool im Garten aufgebaut. Als der stand, fiel mir ein, dass direkt daneben früher die riesige Sandkiste der Jungs war. Seit ein paar Jahren nicht mehr genutzt, war sie inzwischen von Rasen überwuchert, aber als ich etwas Gras rauszupfte, war darunter noch feinster Sandkistensand. „Geilo! Das wird unser Beachclub!“ beschloss ich. Hier ein praxiserprobter Tipp, wie man Kinder dazu kriegt, 3,5 Quadratmeter Land umzugraben: Man gebe jedem eine kleine Harke und sage: „Kinderlein, in diesem Bereich sind zehn Murmeln versteckt. Wer findet die meisten?“ Der Trick ist natürlich, nur neun Murmeln zu verstecken - sonst hören die ja auf, sobald sie alle gefunden haben. Neben den Murmeln fanden sie, unter großem Hallo und Ihgitt, auch alte Sandförmchen, Spielzeugautos, einen Ameisenhaufen und einige Katzenkackewürstchen. Die Jungs harkten, ich sammelte Gras und Wurzeln in einen Eimer und dann sagte ich den Satz: „Kann einer mal einmal den Eimer wegbringen?“ (den muss man laut sagen, damit er richtig zündet). Die Jungs: begeistert. Wann immer der Eimer voll war, riefen sie: „Eina ma einma Eima!“
Während wir am buddeln waren, lief die Katze elektrisiert vor Freude um uns rum, weil sie dachte, wir bauen extra für sie ein riesiges Klo. Als wir fertig waren, stolzierte sie mitten in die Mitte und strullerte los. Nun haben wir heute zwei Säcke Katzen-abschreckenden Sand gekauft, der brutal nach Dill riecht und auch auf mich eine irgendwie abschreckende Wirkung hat. Trotzdem hab ich da eben einen Feierabend-Cocktail getrunken, es roch nach Dill, Chlor und Katzenpipi, Ameisen krabbelten über meine Füße und eine Murmel bohrte sich in meine Pobacke - aber egal, ich hab meinen eigenen Beachclub! Eina ma einma yay!
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In der Nacht auf Sonntag ist der Ehemann endlich nach Hause gekommen und er ist weitestgehend instand. ...
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In der Nacht auf Sonntag ist der Ehemann endlich nach Hause gekommen und er ist weitestgehend instand. Allerdings hat er schöne neue Permanent-Socken, weil er sich beim Wandern mit hochgekrempelten Hosenbeinen einen ordentlichen Sonnenbrand geholt hat. Das Wetter war wohl untypisch ... In der Nacht auf Sonntag ist der Ehemann endlich nach Hause gekommen und er ist weitestgehend instand. Allerdings hat er schöne neue Permanent-Socken, weil er sich beim Wandern mit hochgekrempelten Hosenbeinen einen ordentlichen Sonnenbrand geholt hat. Das Wetter war wohl untypisch heiß, das Wandern sehr anstrengend, die Landschaft atemberaubend schön. Leider haben die Männer weder Nessie noch Steve getroffen, haben aber als Ersatz ein Dudelsack-Konzert im Pub gefilmt. Es wurde Whisky getrunken und Häggis gegessen, einige alte Steine bestaunt, der Harry-Potter-Zug war wohl etwas weniger cool als gedacht. Alles in allem war der Urlaub so prima, dass mein Mann, kaum zur Tür rein, fragte: „Wollen wir nach Schottland auswandern? Die Schotten sehen zwar alle aus wie üble Schlägertypen, die sind aber in echt sowas von nett.“ Ich will nicht nach Schottland auswandern, auch wenn mir böse-aussehende aber nette Menschen lieber sind, als nett-aussehende aber böse Menschen. Damit sich mein Mann auch auf dem Norddeutschen Dorf wohlfühlt, hab ich heute ein schottisches Breakfast kredenzt. In einer Zeit vor den Kindern haben mein Mann und ich mal eine Rundreise durch Irland gemacht. Im ersten Bed & Breakfast erlebten wir den totalen Frühstücks-Schock: Wurst, Speck, Bohnen, gebratene Tomate und Ei? Alter Vatter, da springt der Müslimagen erstmal im Dreieck. „Wo ist denn der Pudding, auf der Karte stand, es gibt Schokopudding? Ach, ‚Black Pudding‘ heißt Blutwurst? Ok. Wow.“ Am dritten Tag hatten sich unsere Mägen so an dieses Frühstück gewöhnt, dass sie direkt nach dem Aufstehen schrien: „Scheiß auf Körner, scheiß auf Joghurt, wir wollen Fett und Fleisch und Blutwurst!“
Das kleine Söhnchen war heute morgen schwer begeistert von dem Frühstück - wenn der Große in seinem Vorleben Chinese war, war der Kleine wohl Schotte, Ire oder Engländer. Hoffentlich sieht er später mal nicht aus wie ein grimmiger Schlägertyp, der ‚Pudding‘ sagt und ‚Blutwurst‘ meint (aber in echt sowas von nett ist).
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Ratet mal, welches Kind heute den ganzen Tag lang von einem Ohr bis zum anderen gegrinst hat. Ratet ...
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Ratet mal, welches Kind heute den ganzen Tag lang von einem Ohr bis zum anderen gegrinst hat. Ratet mal, welche Muddi heute einen neuen Heul-Weltrekord aufgestellt hat. Kindergarten, das war‘s. „Ich kann mich noch erinnern, wie Sie mit dem Großen zum Schnuppertag hier waren, schwanger ... Ratet mal, welches Kind heute den ganzen Tag lang von einem Ohr bis zum anderen gegrinst hat. Ratet mal, welche Muddi heute einen neuen Heul-Weltrekord aufgestellt hat.
Kindergarten, das war‘s.
„Ich kann mich noch erinnern, wie Sie mit dem Großen zum Schnuppertag hier waren, schwanger mit dem Kleinen.“ sagte eine Erzieherin zu mir. Sieben Jahre ist das her. Meine Güte.
Beim Abschiedsgottesdienst haben die Erzieher jedem Kind einen Fußabdruck aus Papier gegeben, auf dem stand, welche Spuren es hinterlassen hat und haben von jedem Kind ein besonderes Talent genannt. Das war wunderschön und unserer Gruppenleiterin liefen so doll die Tränen, als sie das vorgelesen hat. Mir gleich mit. Zum Kleinen sagte sie: „Wir werden dich nie vergessen, weil du unsere kleine Sportskanone warst. Niemand kann so gut Kopfstand und Radschlag wie du.“ Der Kleine nahm seinen Fuß entgehen und sagte laut: „Jo, stimmt ja auch!“. Dann singen, ach dieser verdammte irische Segen, möge die Straße uns zusammenführen... jedesmal brechen bei mir alle Dämme. Gerade richtig gut warmgeheult, bekomme ich plötzlich ein Mikrofon in die Hand gedrückt und soll als Erste meine guten Wünsche für die Schulzeit vorlesen. Ich kann überhaupt nicht lesen mit meinen verheulten Äuglein und schluchze irgendwas von supernetten Lehrern und vielen tollen Freunden ins Mikro. Nach der Kirche lag ich heulend der Kindergarten-Leiterin in den Armen. Am Nachmittag gab es eine Feier im Kindergartengarten (sagt man das so?). Singen, weinen, Geschenk überreichen, weinen, Rausschmiss, weinen, Fach leerräumen, weinen, allen Erziehern in den Armen liegen, weinen, weinen, weinen.
Kindergarten, das war‘s. Ein Kapitel geht zu ende. Schlagen wir das nächste auf. Aber erst, wenn ich fertig bin mit weinen.
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Was für ein Kacktag. Ich musste heute zum Zahnarzt, weil mir ein Backenzahn durchgebrochen ist. ...
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Was für ein Kacktag. Ich musste heute zum Zahnarzt, weil mir ein Backenzahn durchgebrochen ist. Der Zahn wurde provisorisch geflickt, ist aber nicht mehr zu retten. Ich war deshalb ziemlich fertig, hab zudem leichte Grippe, vermisse meinen Mann und bin insgesamt überfordert. Ich wollte ... Was für ein Kacktag. Ich musste heute zum Zahnarzt, weil mir ein Backenzahn durchgebrochen ist. Der Zahn wurde provisorisch geflickt, ist aber nicht mehr zu retten. Ich war deshalb ziemlich fertig, hab zudem leichte Grippe, vermisse meinen Mann und bin insgesamt überfordert. Ich wollte mich nachmittags eine halbe Stunde auf der Couch ausruhen. Kaum leg ich die Füße hoch, fangen die Jungs an, sich um Kekse zu streiten, raufen, Kekskrümel fliegen, Cremefüllung wird in Haare, Klamotten, Laminat und Teppich verrieben. Ich gucke böse und sag, dass sie das sofort saubermachen sollen. „Du machst das!“ - „Nein du!“. Es entsteht eine ernste Klopperei, mehr Kekse werden zermatscht, der Große haut dem Kleinen mit dem Kescher auf die Finger, der Kleine heult, ich schimpfe, der Große haut ab. Ich kühle die Finger, fange den Großen wieder ein und sage, er soll in sein Zimmer gehen. Er macht einen frechen Spruch, ich schreie ihn an, er schreit zurück, ich schreie dass er mich gefälligst nicht anschreien soll, der Kleine schreit, dass wir aufhören sollen zu schreien. Ganz grässlich. Ich bin auf 180, so wütend, dass ich einen Wäschekorb umschmeiße. „Ihr meint, dass wir uns hier wie die Neandertaler aufführen? Ja? Bitte!“ Ich werfe mit Sofakissen und gebügelten T-Shirts. „So geht das! Wenn Schweinestall, dann richtig!“ - „Hör auf Mama! Räum das wieder auf!“ rufen die Jungs. „Wir räumen nie wieder auf! Wir lassen alles verdrecken!“ brülle ich. Die beiden verziehen sich in ihre Zimmer, ich lass mich bäuchlings auf die Couch fallen und heule. Nach ein paar Minuten höre ich kleine Tapsefüße hin und herlaufen. Die Jungs räumen auf. Ich putz mir die Nase und mach mit. Schweigend falten wir T-Shirts, fegen Krümel auf, wischen Kekscreme weg. Irgendwann sagt der Große: „Es tut mir leid. Ich konnte mit der Situation nicht gut umgehen.“ - „Mir tut es auch leid. Ich bin mit der Situation auch nicht gut umgegangen.“ „Ich will schlafen.“ sagt der Kleine, legt sich auf die Couch und pennt sofort ein. Der Große und ich kuscheln uns dazu. Wir genießen eine teuer bezahlte halbe Stunde Ruhe und ein sauberes Wohnzimmer. Ich hab nicht mal eine Moral von der Geschicht. Außer: Manchmal isses wohl so.
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Die „Survival-Boys“ sind auf dem Weg zur Isle of Skye, haben gutes Wetter und gute Laune und werden ...
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Die „Survival-Boys“ sind auf dem Weg zur Isle of Skye, haben gutes Wetter und gute Laune und werden die nächsten Tage mit Wandern verbringen. In Schottland gibt es überall alte Burgen und Kirchen und mein Mann flippt schier aus vor Freude. Immer wenn wir unterwegs sind, will der mich in jede ... Die „Survival-Boys“ sind auf dem Weg zur Isle of Skye, haben gutes Wetter und gute Laune und werden die nächsten Tage mit Wandern verbringen. In Schottland gibt es überall alte Burgen und Kirchen und mein Mann flippt schier aus vor Freude. Immer wenn wir unterwegs sind, will der mich in jede runtergerockte Ruine schleifen und alles angucken, geilgeil - und ich oller Kulturbanause rolle immer mit den Augen. „Das sind doch bloß alte Steine, was soll denn daran jetzt so geil sein?“. Aber im Gegensatz zu mir teilt Arne die Begeisterung für alte Steine, is vielleicht son Männerding. Mein Mann jedenfalls ist happy a.f., weil er sich ausgiebigst Burgen angucken darf. Die Jungs und ich grooven uns derweil in das Strohwitwen- / Strohhalbwaisen-Leben ein und die Dinge laufen erstaunlich schnell aus dem Ruder. Gestern waren wir bis nach 22 Uhr auf einer Garten-Party, die Jungs waren vom vielen Spielen so dermaßen verdreckt, dass ich sie dann nochmal durch die Badewanne ziehen musste, danach stand das Badezimmer unter Wasser, das Restwasser in der Wanne ähnelte einem Schlammloch. Zähneputzen haben wir vergessen, dafür hab ich eine extralange Gutenachtgeschichte vorgelesen (evtl. war ich etwas angeschickert und hab mich über „Der kleine Nick“ unverhältnismäßig prima amüsiert...). Als wir ins Bett sind, war es fast halb zwölf. Momentan sind wir auf einer Monster-Party im Dungeon Heroes, das ist ein Indoor-Liverollenspielplatz, und stopfen uns mit Gratis-Kuchen voll. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf der Gardinenstage... Aber wenn der Gatte in Schottland wilde Partys mit alten Steinen abfeiert, müssen wir hier ja wenigstens ein bisschen mithalten. 😇
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Mein Mann hat seinen großen Rucksack gepackt: Morgen geht es für ihn los auf seinen alljährlichen ...
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Mein Mann hat seinen großen Rucksack gepackt: Morgen geht es für ihn los auf seinen alljährlichen „Survival“-Trip. Dieses Jahr nicht nach Norwegen und auch nicht alleine, sondern zusammen mit seinem Kumpel Arne. Morgen früh fliegen die zwei nach Schottland, in der ersten Nacht zelten ... Mein Mann hat seinen großen Rucksack gepackt: Morgen geht es für ihn los auf seinen alljährlichen „Survival“-Trip. Dieses Jahr nicht nach Norwegen und auch nicht alleine, sondern zusammen mit seinem Kumpel Arne. Morgen früh fliegen die zwei nach Schottland, in der ersten Nacht zelten sie am Loch Ness. Ich erwarte natürlich ein Selfie mit Nessie - oder wenigstens eines mit Steve, ein Typ, der angeblich seit 26 Jahren am Loch Ness sitzt und mit dem Feldstecher auf das Seeungeheuer wartet. Dafür hat er Job und Haus und Beziehung aufgegeben. Als ich das las, musste ich mir unweigerlich vorstellen, wie Nessie seit 26 Jahren immer drauf wartet, dass Steve endlich kacken geht, damit sie Luft holen kann. Naja. Danach wandern die Männer auf der Isle of Skye, übernachten im Old Inn, machen eine Whisky-Verköstigung und fahren mit dem Hogwarts-Express. Ich bin ein bisschen neidisch auf diesen Urlaub. Aber immerhin muss ich mir dieses Mal nicht so viele Sorgen um Leib und Leben meines Mannes machen. Unser Freund Arne ist nämlich Arzt und ein Typ der Marke „Safety First“. Er hat, Schätzungen zufolge, 2/3 seines Rucksacks voll mit Verbandszeug, Medikamenten und Desinfektionsmitteln. Er bestand auf einen Wasserfilter mit Aktivkohle, weil der normale Wasserfilter nur 99,9% der Viren und Bakterien rausfiltert. Sie kommen bei einem richtig geilen Seafood-Markt vorbei, aber Arne wird auf.gar.keinen.Fall! Fisch oder Meeresfrüchte essen. Weil die Wettervorhersage für die nächsten Tage 26 Grad, Sonne und 0% Regenwahrscheinlichkeit prophezeit, schrieb mein Mann ihm, er würde die Regenausrüstung zuhause lassen. „Dieses Risiko gehe ich nicht ein.“ schrieb Arne zurück. Ihr merkt, Arne ist nicht so der Adrenalinjunkie. Ich finde das super, die Chancen stehen gut, dass ich meinen Mann heile zurück bekomme. Es sei denn, die beiden schließen sich Steve an und bleiben einfach am Loch Ness sitzen. Natürlich erst, nachdem sie da alles gründlich desinfiziert haben.
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Ich schlendere so durchs Dorf, spricht mich eine Frau an: „Du hast deine Jacke nicht als Werbung ...
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Ich schlendere so durchs Dorf, spricht mich eine Frau an: „Du hast deine Jacke nicht als Werbung gekennzeichnet! Zieh die sofort aus, oder ich verklag dich!“ Ich so: „Hä? Ich mach doch gar keine Werbung.“ Sie so: „Ach, Liebes, tu doch nicht so naiv. Hier auf dem Dorf kennen dich viele Leute! ... Ich schlendere so durchs Dorf, spricht mich eine Frau an: „Du hast deine Jacke nicht als Werbung gekennzeichnet! Zieh die sofort aus, oder ich verklag dich!“ Ich so: „Hä? Ich mach doch gar keine Werbung.“ Sie so: „Ach, Liebes, tu doch nicht so naiv. Hier auf dem Dorf kennen dich viele Leute! Du musst dir schon deiner Vorbildfunktion bewusst sein! Da kannst du nicht einfach mir nichts dir nichts rumlaufen, ohne deine Absichten deutlich zu machen. Du beeinflusst hier alle - was meinst du, wie viele jetzt die Jacke nachkaufen. Oder dein Make-Up. Und zu deinem Frisör gehen. Und du machst das dicke Geschäft!“
„Geschäft? Aber ich hab noch nie...“
„HA! Ich hab von der WERBUNG Frau_Meier gehört, dass du neulich WERBUNG Cordula1987 deine gebrauchten WERBUNG Nike-Schuhe für zehn Euro verkauft hast. Und jetzt machst du hier ein Schaulaufen für die nächsten Sachen, die du verschachern willst. Du profitgeiles Stück!“
Ich zeig ihr einen Vogel und gehe weiter. „Ich verklag dich!“ ruft sie mir hinterher.
Ein paar Straßen weiter treffe ich eine Nachbarin. „Du glaubst nicht, was mir grad passiert ist.“ sage ich, aber sie unterbricht mich: „Du, ich bin grad in Eile, wir wollen gleich los zum WERBUNG Aldi, ich muss noch WERBUNGWEGENMARKENNENNUNG Nutella und Brot kaufen. Hübsche Ohrringe, Süße, woher sind die?“ - „Ääähm, WERBUNG Rossmann?“ - „Selbstgekauft, gesponsert oder bezahlte Promotion?“ - „Geklaut.“ - „Ah, dann ist gut, dann musst du doch auch nicht WERBUNG taggen, Maus!“ Sie guckt auf ihre Uhr, hält sie mir kurz vors Gesicht und ruft: „WERBUNG! So, ich muss los!“
Ich wache schweißgebadet auf. Es war nur ein Albtraum. Na gottseidank.
🤙🏻
Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit meiner Mudda, die die Schwarzwälderkirschtorte gebacken hat.
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„Wer bin ich?“. Diese Frage scheinen sich erstaunlich viele Menschen zu stellen. Das lässt zumindest ...
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„Wer bin ich?“. Diese Frage scheinen sich erstaunlich viele Menschen zu stellen. Das lässt zumindest die Fülle von Angeboten an: „Zeig mir und ich sage dir, wer du bist.“ vermuten. Für kann man zum Beispiel einsetzen: deinen Freundeskreis, deinen Kleiderschrank, dein Handy, dein ... „Wer bin ich?“. Diese Frage scheinen sich erstaunlich viele Menschen zu stellen. Das lässt zumindest die Fülle von Angeboten an: „Zeig mir ❓ und ich sage dir, wer du bist.“ vermuten.
Für ❓kann man zum Beispiel einsetzen: deinen Freundeskreis, deinen Kleiderschrank, dein Handy, dein Hobby, was du isst, wie du wohnst, deine Morgenroutine, deine Handschrift, dein Sternzeichen. Auf die simple Nummer „Zeig mir deinen Personalausweis und ich sage dir, wer du bist“ kommt anscheinend keiner. Vielleicht werde ich das mal anbieten, in so nem Tipi auf dem Jahrmarkt (gegen gepfeffertes Honorar versteht sich). Es staunen ja dann immer alle am meisten, wenn dabei Sachen rauskommen, die man eh schon wusste. „Krass ey, das stimmt voll, das bin SO ich!“. Viel spannender wär doch eigentlich, wenn Sachen rauskämen, die man noch überhaupt nicht wusste. Würde mir ein Schriftendeuter sagen, ich wäre ein afroamerikanischer Profiboxer der in seiner Freizeit gerne Fimo-Broschen modeliert DANN würd ich sagen: Das ist krass, ist mir völlig neu! Oder die Analyse meines Kleiderschranks würde ergeben, dass ich eigentlich auf Frauen stehe, aber nur auf welche mit ungewöhnlich großen Füßen, und mein tiefer innerer Wunsch ist, mich einer bayerischen Blechbläser-Combo anzuschließen - da wär ich alleine nie drauf gekommen.
Aber ja, ich frage mich auch manchmal, wer ich bin. Deshalb machte ich neulich den Test „Sag mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist“. Es war ganz erstaunlich. In mehreren Fragen gab ich an, was ich so mag und was ich so nicht so mag und so weiter.
Die Auswertung war krass-krass. Es ist zwar sehr persönlich und kostet mich Mut, das hier zu veröffentlichen - aber ich vertraue euch, dass ihr dieses Wissen nicht gegen mich verwendet. Bereit? Meine tiefenpsychologische Analyse: „Du isst ziemlich gesund, aber manchmal magst du auch fettige oder süße Speisen. Stattdessen solltest du noch mehr Gemüse essen. Ich rate dir auch, mehr Obst zu essen.“
Heftig, oder? SO ich! Nur anhand meines Speiseplans. Jetzt weiß ich endlich, wer ich bin und was ich zu tun habe. Ich bin dann mal Obst und Gemüse essen. In meinem Tipi. Auf dem Jahrmarkt.
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Soll ich euch mal erzählen, wie der Tag von meinen Jungs war? Gut. Und zwar jeden Tag. Gut. Das ist ...
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Soll ich euch mal erzählen, wie der Tag von meinen Jungs war? Gut. Und zwar jeden Tag. Gut. Das ist alles, was ich als Antwort erhalte, wenn ich sie frage: „Na, wie war‘s heute in der Schule / im Kindergarten?“ Letzens hab ich gemeckert: „Jungs, wir haben uns jetzt sieben Stunden lang nicht gesehen ... Soll ich euch mal erzählen, wie der Tag von meinen Jungs war? Gut. Und zwar jeden Tag. Gut. Das ist alles, was ich als Antwort erhalte, wenn ich sie frage: „Na, wie war‘s heute in der Schule / im Kindergarten?“ Letzens hab ich gemeckert: „Jungs, wir haben uns jetzt sieben Stunden lang nicht gesehen - in der Zeit muss doch mehr passiert sein als ‚gut‘.“ Manchmal variiere ich die Fragestellung: „Was habt ihr denn heute so gemacht?“ Dann sagen sie: „Nix besonderes.“ Das macht mich porös. Vor allem im Gespräch mit anderen Müttern. „Das war ja wohl ein Ding letztens mit XY, wa?“ und ich sage immer: „Äääh, was war denn?“ - „Waaas, hat denn dein Sohn nix erzählt?“ Doch, doch. „Gut.“ hat er erzählt. Aber heute hatte ich idealen Fragestoff: Der Große hatte Bundesjugendspiele, der Kleine Aktionstag auf dem Bauernhof. „Und, wie lief es bei den Bundesjugendspielen?“ - „Gut.“ - „Wie weit hast du geworfen?“ - „Kein Ahnung. 23 Meter oder so.“ - „Sicher? Du wirfst doch normalerweise weiter.“ - „Pff, immerhin hab ich gradeaus geworfen, sei mal froh. Ole hat die Praktikantin abgeworfen.“ (Stopft sich demonstrativ viel Essen in den Mund, um nicht weiter erzählen zu müssen).
„Na, und was habt ihr auf dem Bauernhof gemacht?“ - „Irgendwas mit Obst.“ - „Aha? Was denn?“ - „Weiß ich nicht mehr. Und Hühner gefüttert.“ - „Cool. Welche Farbe hatten die Hühner?“ - „Schwarz oder so.“ - „Es gibt überhaupt keine schwarzen Hühner! Nur braune und weiße.“ schaltet sich der Große ein. „Wohl.“ - „Nee, dann müsste es ja auch schwarze Eier geben, gibt’s aber nicht.“ Der Kleine: „Du bist genauso doof wie der Hase in diesem Buch, der denkt, die Eier werden bunt, wenn er die Hühner anmalt!“ - „Das war eine Katze.“ - „Nein, ein Hase!“ - „Kater Mauz!“ - „Hase Hansi!“. Ich: „Jungs, genug! Vielleicht war es eine Katze mit sehr langen Ohren, ok? Ich würd gern noch weiter hören, wie es auf dem Bauernhof war.“ „Der hat doch eh überhaupt nicht aufgepasst!“ grummelt der Große. „Doch.“ - „Achja, wie heißt denn die Bäuerin?“ - „Klaus-Dieter.“
Ich geb auf.
Eben kommt mein Mann zwischen zwei Terminen reingeschneit und fragt: „Na Schatz, wie war dein Tag bisher?“ Ich zucke apathisch mit den Schultern. „Gut.“
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Heute ist St. Johannistag und es gab einen speziellen Gottesdienst, bei dem der Kleine mit dem „Spatzenchor“ ...
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Heute ist St. Johannistag und es gab einen speziellen Gottesdienst, bei dem der Kleine mit dem „Spatzenchor“ gesungen hat. Als wir ihn eine halbe Stunde vorher zum Proben in die Kirche brachten, gab es eine Mini-Situation, die mich beschäftigt. Ich muss etwas ausholen. Letzte Woche begleitete ... Heute ist St. Johannistag und es gab einen speziellen Gottesdienst, bei dem der Kleine mit dem „Spatzenchor“ gesungen hat. Als wir ihn eine halbe Stunde vorher zum Proben in die Kirche brachten, gab es eine Mini-Situation, die mich beschäftigt. Ich muss etwas ausholen. Letzte Woche begleitete ich einen Schulausflug zum Wildpark. Dabei fiel mir ein Mädchen auf, die Sorte Mädchen, die man sofort ins Herz schließt und gern mal drücken möchte - vielleicht, weil man sich selbst in ihnen wiedererkennt: schüchtern, pummelig, ein bisschen tollpatschig. Eine kleine Bridget Jones.
Ich merkte, dass sie meinen Sohn heimlich anhimmelte, er aber zu den „coolen Jungs“ gehört und sie überhaupt nicht beachtete. Ich musste daran denken, wie ich früher über die coolen Jungs in meinem Tagebuch geschrieben hab. „Er hat mich heute wieder nicht beachtet.“, „Ich glaub, er hat in der großen Pause zu mir rübergeguckt!“ oder „Oooohmeingott, er hat auf dem Sportplatz ‚Hi!‘ zu mir gesagt!!! Ich muss dringend meine neue Unterschrift mit seinem Nachnamen üben!“ 98% der Jungs haben nie erfahren, dass ich sie zu Protagonisten in meinem Tagebuch gemacht hatte.
Jedenfalls, die kleine Bridget machte uns heute die Kirchentür auf, in einer sehr unvorteilhaften Kartoffelsack-Verkleidung.
Offensichtlich singt sie im Kirchenchor und hatte eine Rolle in der Aufführung über „Johannes der Täufer“. Sie und der Große standen sich einen Moment lang gegenüber und sie sagte tonlos: „Nein.“ In diesem kleinen Wort schwang so viel fuckmylife mit, dass ich genau wusste, was sie abends in ihr Tagebuch schreiben würde. „Doch.“ sagte der Große fröhlich.
Die Aufführung war schön. Ich weiß nicht, was das ist mit mir und singenden Kindern in der Kirche - immer muss ich heulen. Schon beim Auftakt: „Ich bin da und du bist da... schubidubidubidubi Gott ist da.“ - Heulerei ist da.
Vielleicht weine ich auch für die kleine Bridget, die tapfer in ihrem Kartoffelsack da steht und singt. Deine große Stunde wird noch schlagen, kleines Mädchen. Irgendwann wirst du herausfinden, dass die coolen Jungs auch nur die Söhne von Bridgets sind. Und: du weißt nie, ob nicht DU vielleicht der Protagonist in jemandes Tagebuch bist ...
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Heute morgen, als ich die Brotdosen packte, ging der Kleine in den Garten und erntete Radieschen, ...
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Heute morgen, als ich die Brotdosen packte, ging der Kleine in den Garten und erntete Radieschen, die ich noch mit einpacken sollte. „Ein paar Radieschen“ sagte er. „Ein Paradieschen“ dachte ich. Bullerbü. Viele Mütter, die ich kenne, wünschen sich „ein bisschen Bullerbü“ für ihre Kinder. ... Heute morgen, als ich die Brotdosen packte, ging der Kleine in den Garten und erntete Radieschen, die ich noch mit einpacken sollte. „Ein paar Radieschen“ sagte er. „Ein Paradieschen“ dachte ich. Bullerbü. Viele Mütter, die ich kenne, wünschen sich „ein bisschen Bullerbü“ für ihre Kinder. Ich auch. Aber warum eigentlich? Ich vermute, es steckt mehr dahinter als diese romantische Vorstellung eines intakten Idylls. Unsere Welt ist für Kinder nur noch schwer begreifbar. Wenn ich Freunde von den Jungs frage, was die Eltern arbeiten, sagen die meisten: „Weiß nicht. Irgendwas mit Computer.“ oder „Papa geht ins Büro“. Auch meine Jungs wissen es nicht genau, auch hier macht der Papa „irgendwas mit Computer“. Dank dieser abstrakten Tätigkeit kommt auf einen völlig abstrakten Ort namens „Konto“ Geld, für das wir im Supermarkt Milch im Tetrapack, Salami und Brot kaufen. Wie sollen Kinder das begreifen? Wie sollen sie wissen, dass die Milch aus dem Euter der Kuh kommt, dass die Salami mal ein Schwein war, dass Brot aus Weizen gemacht wird? Wir erzählen es ihnen, klar, aber so wirklich greifbar wird es dadurch nicht. Wollten die Kinder aus Bullerbü einen Pullover haben, wurden Schafe geschoren, Wolle gesponnen und stundenlang gestrickt. Wollen unsere Kinder einen Pullover haben, klicken wir in einem Onlineshop auf das Warenkorb-Zeichen. Die Kinder aus Bullerbü haben draußen Räuber und Gendarm gespielt, unsere Kinder spielen Clash of Clans auf dem Handy. Wir sind ständig so weit weg vom Echten, vom Natürlichen. Haben den Kampf ums Überleben so weit abstrahiert, dass es sich nicht mehr so anfühlt, als ginge es um was. Manchmal fühlen wir uns deswegen nutzlos und verwirrt, wissen nicht, was das Leben von uns will und was wir vom Leben wollen. Und dann pflanzt man einen winzigen Samen, gießt und behütet ihn und es wächst ein Radieschen daraus. Es geht um nichts. Wenn es die Schnecken fressen, kann man ein ganzes Bund im Supermarkt für 39 Cent kaufen. Aber das eigene schmeckt nicht nur nach Radieschen, es schmeckt nach Paradieschen und nach Bullerbü. Und für einen Moment ist das Leben nicht abstrakt und kompliziert, sondern konkret und einfach. Es geht um was.
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@frau.kakao.macht.tv hab ich grade durch den #DachschadenDonnerstag entdeckt. Ich möchte ...
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@frau.kakao.macht.tv hab ich grade durch den #DachschadenDonnerstag entdeckt. Ich möchte mitmachen, das Thema ist schön: „Meine schräge kulinarische Vorliebe (bei der andere kotzen könnten)“. Meine Vorliebe für alles Kulinarische ist bekanntermaßen ausgeprägt, aber, glaub ... @frau.kakao.macht.tv
hab ich grade durch den #DachschadenDonnerstag entdeckt. Ich möchte mitmachen, das Thema ist schön: „Meine schräge kulinarische Vorliebe (bei der andere kotzen könnten)“. Meine Vorliebe für alles Kulinarische ist bekanntermaßen ausgeprägt, aber, glaub ich, nicht sonderlich schräg. Nicht SO schräg, dass andere davon das Kotzen kriegen. Es ist nicht so, dass ich Känguruani (das ist der schnucklige Plural von ‚Anus‘) zum Frühstück zutzele. Sehr gern zutzele ich dagegen Stinkerkäse. Je stinkender, je besser. Wir haben diese Anti-Muff-Käsehaube von Tupper, aber unsere Käse (das ist der einfallslose Plural von „Käse“) muffen da einfach straight durch.
Es passiert, dass ich oben bin und plötzlich ein übler Gestank mein Näschen umweht. „Boah, hat einer gepupst oder was?“ rufe ich nach unten. „Nee, nur den Kühlschrank aufgemacht!“ ruft es zurück.
Stinkerkäse: geil.
Nicht geil finde ich, wenn Leute ihre Brötchen unfachmännisch bestreichen. Also, so aggressiv mit dem Messer die Nutella ins Brötchen massieren oder lieblos Mett draufklatschen oder armdick Butter auf die Stulle schichten - das geht doch so nicht! Da brauch ich lieber ne halbe Stunde länger zum Brötchenschmieren, dafür ist der Aufstrich schön ordentlich und gleichmäßig dick verteilt.
Eine kulinarische Fähigkeit, die ich noch nicht allzu lange beherrsche, ist das „nach Rezept kochen“. Das „auf keinen Fall nach Rezept kochen“ liegt mir in den Genen und musste in harter Arbeit abtrainiert werden. Meine Mama kann sich auch nicht an Rezepte halten. Das war süß, als meine Schwester und ich in Teenagerzeiten eine Diät machen wollten. Wir hatten Mama die Rezepte gegeben. Was sie kochte, war sehr lecker - verdächtig lecker. „Hast du das nach dem Rezept gekocht?“ Mama: „Klar... Naja, man sollte das ohne Fett anbraten, DAS hab ich jetzt nicht gemacht... Und an die Soße hab ich noch nen kleinen Becher Sahne rangemacht.“ - „Aha. Sonst noch was?“ - „Nur ein paar Speckwürfelchen. Und ein, zwei Esslöffel Zucker. Fürn Geschmack. Wenn wir schon Diät machen, muss es doch auch schmecken!“
Das stimmt. Sachen essen, die nicht schmecken - das wär echt mal ne ganz schräge, kulinarische Vorliebe!
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Es gibt da so ein Thema, das uns schon eine ganze Weile begleitet und mich immer wieder verwundert. ...
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Es gibt da so ein Thema, das uns schon eine ganze Weile begleitet und mich immer wieder verwundert. Und zwar: Mein großes Söhnchen ist felsenfest davon überzeugt, dass er schon einmal gelebt hat und dass er in diesem Vorleben ein Chinese war. Ich hab keine Ahnung, woher er diese Idee hat. Wir ... Es gibt da so ein Thema, das uns schon eine ganze Weile begleitet und mich immer wieder verwundert. Und zwar: Mein großes Söhnchen ist felsenfest davon überzeugt, dass er schon einmal gelebt hat und dass er in diesem Vorleben ein Chinese war. Ich hab keine Ahnung, woher er diese Idee hat. Wir haben so gut wie keine Berührungspunkte mit China, vielleicht mal abgesehen davon, dass ich asiatisches Essen mag. Ich mag aber auch türkisches, mexikanisches, französisches... ja, ok, ich mag so ziemlich jedes Essen, außer polnisches. Und das behaupte ich auch nur, um meine polnische Freundin zu ärgern, die mich deshalb immer fürstlich bewirtet. „Guck, es schmeckt dir! Du magst WOHL polnisches Essen!“ - „Hmhm, ich weiß nicht, das war vielleicht ein Glückstreffer. Deine eingelegten Gurken letztens waren echt ekelhaft...“ - „Du hast ein ganzes Glas davon gegessen!“ - „Ich war betrunken.“
Jedenfalls, der Große und China, das ist eine Liebe, die sich nicht durch gesellschaftliche Beeinflussung erklären lässt - eventuell ist er also tatsächlich reinkarniert. „Und du, hast du auch schon mal gelebt?“ fragte ich den Kleinen. „Hahaha, nee - und wenn, dann war ich aber ganz sicher kein Chinese.“
Vor ein paar Wochen hatte der Große sich in den Kopf gesetzt, jetzt chinesisch zu lernen. Er konnte das ja schließlich alles schon mal, da müsste das kein Ding sein, es wieder zu lernen. Er hat sich mit YouTube-Videos die Zahlen bis zehn beigebracht. Nun hab ich die App „HelloChinese“ entdeckt, die echt gut gemacht ist und er lernt mit Begeisterung. Ich muss mitlernen, weil wir nunmal leider gar keine Chinesen im Freundeskreis haben - und mit wem soll er sich dann unterhalten?
Es ist krass, nochmal mit nullkommanull Vorkenntnissen eine Sprache zu lernen. Und irgendwie spaßig.
Was ich schon sagen kann: „Nîhâo, wô shì māma. Nî shì érzi. Nì yôu dìdi. Tā bù shì Zhōngguó rén. Wô men dōu ài māo. Zàijiàn!“ (die „Dächlein“ gehören eigentlich andersrum, aber das macht mein Handy nicht). Das heißt: „Guten Tag, ich bin die Mama. Du bist mein Sohn. Du hast einen kleinen Bruder. Er ist kein Chinese. Wir alle lieben Katzen. Auf Wiedersehen!“ 🎏
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Nach dem Frühstück heute morgen wollte ich eigentlich noch einmal durch die Heide wandern. Aber ...
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Nach dem Frühstück heute morgen wollte ich eigentlich noch einmal durch die Heide wandern. Aber plötzlich zog es mich mit jeder Faser nach Hause. Also packte ich schnell meine Sachen zusammen, bezahlte die Unterkunft, stieg ins Auto und fuhr los. Als auf den Autobahnschildern „Lübeck“ ... Nach dem Frühstück heute morgen wollte ich eigentlich noch einmal durch die Heide wandern. Aber plötzlich zog es mich mit jeder Faser nach Hause. Also packte ich schnell meine Sachen zusammen, bezahlte die Unterkunft, stieg ins Auto und fuhr los. Als auf den Autobahnschildern „Lübeck“ auftauchte, erlebte ich einen wundersamen, emotionalen Moment. Ich hab Lübeck nie als „meine Stadt“ gesehen, obwohl ich hier - mit kleinen Unterbrechungen - seit 33 Jahren lebe. Es war mir immer irgendwie zu spießig, oll und muffig, wie ein Marzipanbrot mit Zartbitterschokolade drum. Schon ganz okay, aber nicht so recht meins.
Im Radio lief Ed Sheeran mit „Photograph“ und in meinem Kopf tauchten Bilder wie Fotografien auf. Von Orten, die ich seit meiner Kindheit kenne und von Menschen. All die Menschen, die in und um Lübeck wohnen und denen ein großer Platz in meinem Herz gehört. Meine Jungs, mein Mann, Mama, Papa, Schwester, Schwager, Neffe, Nichte, meine Freunde, meine Nachbarn, die Yoga-Mädels, der Zeitungs-Opi... Wait for me to come home!
Das Wort „Lübeck“ auf den Autobahnschildern steht plötzlich nicht mehr für Mief, Backsteingotik, Verkehrschaos, Holstentor und Marzipan, sondern für all die lächelnden, vertrauten Gesichter in meinem Kopf: Sie sind mein Zuhause. Der Ort, von dem ich manchmal so die Nase voll hab, dass ich nur noch weg will - um dann zu merken, dass ich alle und alles schrecklich vermisse.
Von all den Erfahrungen und Erkenntnissen der letzten Tage ist diese vielleicht die wichtigste: Das schönste am Verreisen ist das Heimkommen.
Kitschig, aber wahr.
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Ich bin momentan am Arsch der Heide. Am Arsch der Lüneburger Heide, um genau zu sein, ich mach nämlich ...
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Ich bin momentan am Arsch der Heide. Am Arsch der Lüneburger Heide, um genau zu sein, ich mach nämlich Urlaub in Undeloh. Ganz allein. In den letzten Wochen war bei uns irre viel los, Termine, Feste, Treffen, Arbeit & Co. - und ich hatte das Gefühl, ich komm gar nicht mehr richtig zur Ruhe. Dazu ... Ich bin momentan am Arsch der Heide. Am Arsch der Lüneburger Heide, um genau zu sein, ich mach nämlich Urlaub in Undeloh. Ganz allein. In den letzten Wochen war bei uns irre viel los, Termine, Feste, Treffen, Arbeit & Co. - und ich hatte das Gefühl, ich komm gar nicht mehr richtig zur Ruhe. Dazu kommt, dass die Jungs momentan abends ewig lange wach bleiben und immer wieder mit fadenscheinigen Anliegen aus den Betten kommen. „Ich kann überhaupt keinen Gedanken mal zu Ende denken.“ beschwerte ich mich. Der Wunsch danach, alleine zu sein, wurde immer größer, immer häufiger dachte ich daran, einfach für ein paar Tage weg zu fahren. „Das macht man nicht.“ sagte meine innere, kritische Stimme. „Klar machst du das!“ sagte meine Freundin Nati, der ich von diesem geheimen Wunsch erzählte. Sie gab mir die Nummer von einer Pension. Und noch bevor ich wirklich darüber nachdenken konnte, wie viel Angst ich davor hab alleine zu verreisen, hatte ich gebucht. Und hier bin ich nun. Seit gestern Nachmittag, bis Sonntag. Endlich allein mit mir, der Zeit, den Gedanken. Ich war heute morgen gleich nach dem Frühstück wandern, bei brütender Hitze durch einsame Heidelandschaften. Ich ging schnell, spürte meine Beinmuskeln arbeiten und fühlte mich wie ein Wildpferd, frei und kraftvoll. Ok, vielleicht eher wie ein Wildpony, ein schwitzendes Wildpony, aber trotzdem sehr frei. Nachmittags war ich in einem Barfußpark, bin durch Matsch, über Tannenzapfen und Glasscherben gelaufen. Fühlen, Denken, Schwitzen. Mein Schrittzähler zeigt 15.000 Schritte und denkt, er hängt am falschen Arm. Abends bin ich alleine in ein kleines Restaurant hier im Dorf gegangen. Ich bestelle einen „Blattsalat Exotic“ und krieg kurz darauf Bedenken, ob diese Bestellung so eine gute Idee war. In einem Örtchen, wo Häkelgardinen und Plastikpflanzen state-of-the-art sind, verstehen die unter „exotic“ womöglich Dosenmandarinen. Aber nein, ich bekomme den allergeilsten Salat der Welt serviert - mit Mango, Erdbeeren, Melone, Rotwein-Zwiebeln, etwas Chili, zartem Hähnchen... Dazu ein Alster, hinterher nen Espresso. Genau das Richtige für alleinreisende Wildponys. Mann ey, bin ich froh, dass ich mich das getraut hab.
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Ach. Seufz. Wisst ihr was? Der Kleine kam heute von seiner Kindergarten-Abschlussfahrt (mit Übernachtung) ...
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Ach. Seufz. Wisst ihr was? Der Kleine kam heute von seiner Kindergarten-Abschlussfahrt (mit Übernachtung) heim und jetzt hat er sich gerade seinen Schneide-Wackelzahn rausgerissen. Nun ist es also quasi amtlich: Er ist kein kleines Kind mehr. Meine Freundin fragte mich vorgestern, ... Ach. Seufz. Wisst ihr was? Der Kleine kam heute von seiner Kindergarten-Abschlussfahrt (mit Übernachtung) heim und jetzt hat er sich gerade seinen Schneide-Wackelzahn rausgerissen. Nun ist es also quasi amtlich: Er ist kein kleines Kind mehr. Meine Freundin fragte mich vorgestern, ob wir den vor Jahren mal ausgeliehenen Windeleimer wiederhaben möchten. Mein erster Gedanke war: Also, Inkontinenz ist zum Glück bei uns noch kein Thema! Daran merkt man, wie weit ich mich von dem ganzen Baby-Kosmos inzwischen entfernt hab. Zu jung für Tena Lady, zu alt für weitere Babys - ich bin in einer windelfreien Zone. Auf dem Weg in die windelfreie Zone befindet sich momentan mein dreijähriger Neffe. Der ist jetzt im Töpfchen-Game, Profi-Liga würde ich sagen, denn er kackte neulich eine komplette AA-Familie. Einen Mini-Knüdel, das war das Baby. Einen mittleren Knüdel, „Das bist du, Mama“ sagte er zu meiner Schwester und verkündete dann: „Und jetzt kommt der Papa!“. Meine Schwester erzählte, sie durfte nicht lachen, weil er die Sache durchaus sehr ernst nahm. Zum Schluss hat er noch schnell den großen Bruder, also sich selbst, dazu geschissen. „Ich hab mich immer gefragt, wo du deine Geschichten hernimmst. Jetzt weiß ich es.“ schrieb sie mir.
Als meine Schwester vor kurzem von einem Termin kam, trug sie einen schicken, schwarzen Jumpsuit. „Wo warst du, Mama?“ fragte ihr Kleiner. „Arbeiten.“ - „Und warum hast du dafür deinen Schneeanzug angezogen?“
Achja. An Tagen wie heute bin ich ein bißchen traurig, dass meine Kinder aus diesem drolligen Alter raus sind. AA-Familien verschwinden einfach ungesehen in der Kanalisation, Schneeanzüge trägt hier keiner mehr und bald ist auch die Matschosen-Ära vorüber. Die Kinder schlafen furchtlos außer Haus, kleine Milchzähnchen werden durch männliche Zähne ersetzt, bald wächst ihnen vermutlich ein Bart. Schnief. Vorgestern hab ich es noch genossen, dass ich meiner Freundin zurückschreiben konnte: „Weg mit dem Windeleimer, den braucht hier keiner mehr.“
Heute bin ich traurig, dass ich keinen mehr brauche.
Seid ihr noch in der Windel-Zone und könnt mir eine drollige Kleinkind-Geschichte erzählen? Das würde mich heute echt aufheitern.
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Letzten Donnerstag war ich mit dem Kleinen zur Schuleingangsuntersuchung. Ich weiß nicht genau ...
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Letzten Donnerstag war ich mit dem Kleinen zur Schuleingangsuntersuchung. Ich weiß nicht genau warum, aber immer wenn Menschen von außen meine Kinder in irgendeiner Form „bewerten“ sollen, finde ich das höchst unangenehm. Obwohl ich weiß, dass ich zwei großartige Jungs habe, die klug ... Letzten Donnerstag war ich mit dem Kleinen zur Schuleingangsuntersuchung. Ich weiß nicht genau warum, aber immer wenn Menschen von außen meine Kinder in irgendeiner Form „bewerten“ sollen, finde ich das höchst unangenehm. Obwohl ich weiß, dass ich zwei großartige Jungs habe, die klug und nett und lustig sind, ist da doch immer die leise Sorge dass jemand sagt: Dein Kind ist nicht „richtig“. Deshalb war ich schon vorher in einer leichten Trotzhaltung von „Es ist mir absolut furzegal, was die über meinen Sohn sagen, er ist toll so, wie er ist.“ (verschränkte Arme, grimmiger Blick)
Im Falle des Lütten war diese Sorge ziemlich unbegründet. Die Untersuchung wurde von älteren Damen durchgeführt und ältere Damen wickelt der in Lichtgeschwindigkeit um den kleinen Finger. Es startet ausgerechnet mit seiner unbeliebtesten Disziplin: „Zeichne mal einen Menschen.“ - „Ochnö! Mit Bauch und allem?“ - „So wie du sie immer zeichnest.“ Er malt ein ganz passables Männlein und winkt die Ärztin zu sich ran. „Ich muss dir mal was flüstern!“. Er flüstert, sie lacht. „Könnten Sie mir das bitte weiterflüstern?“ frage ich. „Tut mir leid, ärztliche Schweigepflicht.“ sagt sie und beide grinsen. Ab dem Moment sind die zwei ein Team. Er sollte dann diverse Logik-Aufgaben lösen, unter anderem Reihen, in denen ein Ding nicht zu den anderen passt. Eine Reihe war: Walnuss, Haselnuss, Eichel, Erdnuss, Ei. Er zeigt auf die Eichel. „Kannst du mir das erklären?“ fragt die Ärztin. Er: „Also: Walnuss schmeckt gut, Haselnuss schmeckt gut, Erdnuss schmeckt gut, Ei schmeckt gut - Eichel schmeckt scheiße. Hab ich probiert. Man könnte natürlich auch sagen, das Ei ist keine Nuss, dann gibt es zwei Lösungen.“ - „Eine sehr gute Antwort.“ sagt sie und zu mir: „Klasse, dass er alle Nuss-Sorten kennt.“ Klar. Wenn’s ums Essen geht macht ihm so schnell keiner was vor. Sie lobte dann noch seine Muskulatur, seinen Wortschatz und wie konzentriert er mitgemacht hatte. „Ein toller kleiner Kerl ist das.“ sagte sie hinterher zu mir. Ja, es ist mir furzegal, was andere über meine Kinder denken. Außer, sie finden meine Kinder toll. Dann sind das natürlich sehr kluge Menschen, deren Meinung ich absolut ernst nehme. 😉
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In Lübeck und Umgebung gab es heute einen über 3-stündigen, großflächigen Stromausfall. Ich hab ...
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In Lübeck und Umgebung gab es heute einen über 3-stündigen, großflächigen Stromausfall. Ich hab davon zunächst gar nichts mitbekommen, weil ich mit meinem Papa und meiner Schwester im Kanu unterwegs war. Mein Paps hat heute Geburtstag und wir Mädels haben ihn heute morgen einfach „entführt“, ... In Lübeck und Umgebung gab es heute einen über 3-stündigen, großflächigen Stromausfall. Ich hab davon zunächst gar nichts mitbekommen, weil ich mit meinem Papa und meiner Schwester im Kanu unterwegs war. Mein Paps hat heute Geburtstag und wir Mädels haben ihn heute morgen einfach „entführt“, hatten einen großen Picknickkorb dabei und waren bei schönstem Wetter auf dem Wasser. Auf dem Rückweg wunderten wir uns, weshalb die Ampeln nicht funktionieren und überall Rettungswagen unterwegs waren. Wir sind an die Tanke rangefahren - Tanken geht nicht, Kasse geht nicht. Zuhause hatte Mama schon ratlos den Sicherungsschrank aufgemacht. „Es geht nix mehr, überall Stromausfall, Mama.“ - „Na so ein Schreck! Ich koch uns erstmal nen Kaffee! Ach, äh... nee!“ - „Ich wollte doch für deinen Geburtstag noch die Mousse au Chocolat machen!“ sagte meine Schwester. „Mousse ja nicht unbedingt sein.“ meinte mein Papa.
Ich fuhr erstmal zu meinem Mann nach Hause, der seit zwei Stunden nicht arbeiten konnte und auf der Couch lag und las. Zum Glück hatte ich meine Arbeit ausnahmsweise früher fertiggemacht und schon weggeschickt, mittwochs ist eigentlich mein Abgabetag. Da wär ich aber heute ganz schön in Schwierigkeiten gekommen. Aber auch so: Telefon, Herd, Kühlschrank, Eisschrank, Waschmaschine - nix ging mehr. Die Kinder durften in der Schule alle Eisvorräte aufessen. In Krankenhäusern liefen die Notaggregate, Geschäfte mussten schließen. Schon krass, wie sehr unser ganzes Leben auf funktionierenden Strom angewiesen ist. Der Thriller „Blackout“ von Marc Elsberg beschäftigt sich sehr eindrucksvoll mit dem Thema, mein Mann und ich haben das Buch beide vor einiger Zeit gelesen und immer gesagt, dass das tatsächlich so passieren könnte. War es jetzt soweit? Eine seltsame Gefühlsmischung aus großer Angst und „irgendwie ganz schön, dass die Welt einfach mal still steht.“ Alle rücken enger zusammen, niemand ist von Technik abgelenkt. Aber gegen 16 Uhr, pünktlich zum großen Spargel-Geburtstagsessen, ging der Strom wieder an. Wir hatten schon Pläne ausgearbeitet, wie wir alles mit Grill und Campingkocher zubereiten. Verrückter Tag, der mir sicher lange im Gedächtnis bleiben wird.
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Etwa 27 Jahre liegen zwischen den Fotos (wisch, wisch). Mama, Schwester, ich. Inzwischen sind ...
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Etwa 27 Jahre liegen zwischen den Fotos (wisch, wisch). Mama, Schwester, ich. Inzwischen sind wir alle drei Mamas. Den ‚Müttertag‘ haben wir gemeinsam verbracht - mit unseren Kindern und Männern. Wir haben in der Sonne gelegen und gelesen, im Pool geplanscht und Kesselgulasch gekocht. So ... Etwa 27 Jahre liegen zwischen den Fotos (wisch, wisch). Mama, Schwester, ich. Inzwischen sind wir alle drei Mamas. Den ‚Müttertag‘ haben wir gemeinsam verbracht - mit unseren Kindern und Männern. Wir haben in der Sonne gelegen und gelesen, im Pool geplanscht und Kesselgulasch gekocht.
So viel hat sich verändert, aber meine Schwester bleibt meine Schwester - und meine Mama bleibt immer meine Mama. Sie sieht aus wie ein Engel, mit ihren blonden Locken, den großen meerblauen Augen und ihrer leuchtenden, freundlichen Aura. Als ich klein war, zeigte sie mir in einer Zeitung ein Foto von der ‚Miss World‘. „Schau mal, das ist die schönste Frau der Welt!“. - „Das geht gar nicht. DU bist doch die schönste Frau der Welt!“. Man darf sich aber von ihrer Niedlichkeit nicht täuschen lassen: Meine Mama hat einen dreckigen Humor, einen scharfen Verstand und ein Löwenherz. Wenn mir etwas Ungerechtes widerfahren ist - durch Lehrer, Mitschüler, egal wen - dann wurde sie zur Furie im Engelspelz und hat alle gehörig zusammengestaucht. Das würde sie am liebsten auch heute noch machen, sobald jemand meine Schwester oder mich auch nur krumm anguckt. Wir waren nicht immer einer Meinung, sind beide Morgenmuffel und als ich noch zuhause wohnte, haben wir uns morgens oft angezickt. Heute vermissen wir beide manchmal unsere Reibereien. Nur mit meiner Mama kann ich so blöd sein und weiß: Sie liebt mich trotzdem. Das hat sie mir oft genug gesagt, so oft, bis es mir zu den Ohren rauskam, an mir herunterlief und unter meinen Füßen ein Fundament bildete. Ein Fundament, das niemals schwankt oder bröckelt: Ich werde geliebt.
Meine Mama hat mir das Leben geschenkt und noch etwas viel Wichtigeres: Sie hat mir vorgelebt, wie man dieses Leben glücklich verbringt. Von ihr habe ich Humor, Vertrauen, Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Optimismus gelernt, die Liebe zur Natur, zu Menschen, Tieren, Essen, zu Büchern und Worten.
Mama, ich liebe unsere Gespräche, deine Klarheit die jedes Gefühlschaos entwirrt, dass wir zusammen albern und ernst sein können und vor allem, dass du so unerschütterlich liebst und nie müde wirst, uns das zu sagen und zu zeigen. Danke! ❤️
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An so einem langen Wochenende stellt sich ja für Eltern immer die Frage: Wie entertainen wir den ...
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An so einem langen Wochenende stellt sich ja für Eltern immer die Frage: Wie entertainen wir den Nachwuchs? Ich hab den ultimativen Tipp: Feuerwanzen. Seit gestern Nachmittag sammeln die Kinder Wanzen, bauen Terrarien, recherchieren was die Viecher fressen (Lindensamen), geben ihnen ... An so einem langen Wochenende stellt sich ja für Eltern immer die Frage: Wie entertainen wir den Nachwuchs? Ich hab den ultimativen Tipp: Feuerwanzen. Seit gestern Nachmittag sammeln die Kinder Wanzen, bauen Terrarien, recherchieren was die Viecher fressen (Lindensamen), geben ihnen Namen (Speedy, Flash, Ben, Egon, Harry... alles Jungs). Zwischendurch hatten sie auch eine Stinkwanze gefunden, die ist aber wieder entfleucht - zum Glück, bevor ihr etwas entfleuchte, Stinkwanzen haben ihren Namen nicht ohne Grund. Die Kinder sind völlig vertieft, man hört nur ab und zu ein: „Er ist so cute! Oh! Sie paaren sich!“ Feuerwanzen sind sexuell sehr, sehr aktiv. „Ben und Sandmann paaren sich.“ „Flash und DJ paaren sich!“. Nun wird gespannt der Nachwuchs der homoerotischen Paarungen erwartet. Eine Feuerwanze verstarb tragischerweise, als sie zu wild mit drei Kindern auf dem Trampolin hüpfte. Sie wurde aber mit einem Tamtam beerdigt wie es Feuerwanzen sicher nur selten erleben - inklusive selbstgebasteltem Holzkreuz.
Ich gammel auf der Sonnenliege und bin schon auf Seite 219 von meinem Buch. Danke, Wanzen! Auf der Liege, auf der Stiege, liegt ne kleine Mutti. Seht euch mal die Mutti an, wie die Mutti lesen kann... Feuerwanzen sind seit heute meine Zweitlieblingstiere!
Mein Erstlieblingstier ist Mulle, die rollt sich bei diesem Wetter immer mit Wonne durch die Beete und kommt völlig verdreckt nach Hause. „Was bist du, ein Schwein oder eine Katze, hm?“ fragte der Große sie tadelnd. „Eine Schwatze.“ meinte mein Mann.
Also, hier meine aktuelle Tier-Top 3:
1. Schwatzen
2. Wanzen
3. Quaputzelmonster (aka Axolotl - wg. Namen und wg. süß)
Wie sehen eure Tier-Charts aus und wie entertaint ihr eure Kinder?
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Wir hatten gestern Abend eine der lustigsten Yogastunden überhaupt. Zum Beginn der Stunde schnattern ...
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Wir hatten gestern Abend eine der lustigsten Yogastunden überhaupt. Zum Beginn der Stunde schnattern wir immer erstmal ein bißchen. Unsere Lehrerin erzählte, dass sie manchmal ein Zimmer vermietet und sich da ab und an Paare zum Knattern treffen. Nun hatte eine Frau abgesagt, weil sie ... Wir hatten gestern Abend eine der lustigsten Yogastunden überhaupt.
Zum Beginn der Stunde schnattern wir immer erstmal ein bißchen. Unsere Lehrerin erzählte, dass sie manchmal ein Zimmer vermietet und sich da ab und an Paare zum Knattern treffen. Nun hatte eine Frau abgesagt, weil sie kann nicht. „Ganz ehrlich, bei dem Typen könnt ich auch nicht!“ meinte sie naserümpfend. Eine von den Mädels sagte: „Na, aber wenn mal ein schicker kommt, kannst du den ja direkt in deine Wohnung umleiten. Mit ner Falltür.“ - „Ja, du könntest einen Gesichtsscanner anbringen!“ schlug eine andere vor. „GESICHTSscanner?! Du bist so niedlich prüde!“. - „Am Wochenende kommt einer, der ist Vegetarier und trinkt Karo-Kaffee, das kannste vergessen!“ erzählte unsere Lehrerin. „Nein, das sind die Allerwildesten!“ sagte ich. „Die, die ihre Schlüpper selbst filzen, die gehen ab wie‘n Zäpfchen.“ - „Dann aber String-Tanga, oder?“ - „Klar, und mit so buntem gefilztem Dödelschlauch!“ - „Aufm Weihnachtsmarkt gab’s Holzdildos.“ - „Das waren bestimmt Nikoläuse, die noch nicht fertig waren. Da mussten die noch das Mützchen rot anmalen und den Bart drankleben.“ - „Das wäre eine schöne Adventsbastelidee für den Kindergarten!“ - „Müssen die Kinder aber ordentlich abschleifen.“ Usw. Ich glaub, das nennt man in Fachkreisen „Lach-Yoga“.
Jedenfalls beschlossen wir, dass wir ja mal alle zusammen in „dem Zimmer“ übernachten könnten. Conny warf etwas zusammenhangslos ein: „Bei Lidl gibt’s grad Wurfzelte!“ wir: „Hä?“ - „Naja, dann könnten wir überall...“ - „So hier ist schön! Conny: Wirf das Zelt!“
Irgendwann, eine halbe Stunde nach Beginn, haben wir dann auch mal Yoga gemacht. Ganz viele Übungen für den Rücken und Partnerübungen mit Ausklopfen. Ich weiß nicht, ob es davon kommt oder vom vielen Lachen: Meine Rückenschmerzen sind fast verschwunden.
Die Moral von der Geschicht: Lachen ist gesund - und wenn’s irgendwo schön ist: Wirf das Zelt! ⛺️
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Heute haben wir eine Idee umgesetzt, die wir schon länger im Kopf hatten: Wir haben einen Ausflug ...
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Heute haben wir eine Idee umgesetzt, die wir schon länger im Kopf hatten: Wir haben einen Ausflug ins „Alte Land“ gemacht. Die Fahrt war recht lang und anstrengend - wir haben momentan einen Mietwagen und irgendwie fühle ich mich in der Karre nicht sicher. Ich bremse die ganze Zeit mit und ... Heute haben wir eine Idee umgesetzt, die wir schon länger im Kopf hatten: Wir haben einen Ausflug ins „Alte Land“ gemacht. Die Fahrt war recht lang und anstrengend - wir haben momentan einen Mietwagen und irgendwie fühle ich mich in der Karre nicht sicher. Ich bremse die ganze Zeit mit und manchmal ächze und quietsche ich. Das mach ich normalerweise nicht, ehrlich. Mein Mann war genervt: „Demnächst sitzt du hinten!“ - „Tschuldigung, aber das Auto ist... schief.“ - „Was?“ - „Nicht wirklich das Auto, aber das... das Karma von dem Auto ist schief.“ - „Das KARMA von dem Auto ist SCHIEF?“ - „Ja Mann!“ - „Genau. Das sag ich der Werkstatt, dann geben die uns bestimmt einen anderen Wagen. 🙄“ Wir kamen aber heile an. Obstbaumfelder soweit das Auge reicht. 17 Millionen Bäume gibt’s im Alten Land und einer davon ist „unserer“. Wir sind nämlich Apfelbaumpaten und beim Erntefest im Herbst dürfen wir unsere Äpfel pflücken. Das Patenbäumchen wollten wir heute mal besuchen. Wir trafen uns auf dem Obsthof mit meinen Schwiegereltern, Schwägerin, Schwager und Nichte. Meine kleine Nichte (11 Monate) lernt gerade Babyzeichensprache. Ein Zeichen das sie schon prima beherrscht ist „Baum“: Arm hochhalten, Finger wie Äste spreizen und die Hand hin und her drehen. Die Kleine wird tüchtig Muskelkater haben, sie „erzählte“ die ganze Zeit: Baum, Baum, Baum, Baum... Prima, Mäuschen, nur noch 16.999.996 mal, dann haste sie alle! Unser Baum stand auf dem allerhintersten Feld und wir wanderten durch Reihen und Reihen von blühenden Obstbäumen. Wir hörten ein paar Meter weiter ein Brummen. „Was ist das für ein Gerät?“ fragte mein Schwiegerpapa mit seinem süßen ungarischen Akzent („Gährät“). „Das Gährät ist ein Trekker, Paps.“ meinte mein Mann. „Was macht der?“ - „Der bestäubt die Blüten. 🤓“ Schließlich fanden wir ihn, unseren Apfelbaum, er blüht reichlich und wenn der Trekker ihn ordentlich bestäubt hat, haben wir viele knackige „Jonaprince“-Äpfel im Herbst. Das Karma von dem Baum ist jedenfalls total grade. Echt.
Hinterher gab’s noch Pommes und Crêpes auf dem Apfelblütenfest. Davon und von dem Marsch war ich so erschöpft, dass ich auf der Rückfahrt kein einziges Mal mitgebremst hab.
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Seit ca. zwei Wochen hab ich einen superverspannten, schmerzenden Rücken. Alle zwei bis drei Tage ...
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Seit ca. zwei Wochen hab ich einen superverspannten, schmerzenden Rücken. Alle zwei bis drei Tage zieht es den Nacken hoch und ich bekomme eine Migräne-Attacke. Normalerweise ist das bei mir ein Zeichen dafür, dass mein Immunsystem runtergerockt ist und ich krank werde. Ich werd aber ... Seit ca. zwei Wochen hab ich einen superverspannten, schmerzenden Rücken. Alle zwei bis drei Tage zieht es den Nacken hoch und ich bekomme eine Migräne-Attacke. Normalerweise ist das bei mir ein Zeichen dafür, dass mein Immunsystem runtergerockt ist und ich krank werde. Ich werd aber nicht krank. Nur Schmerzen und Migräne und langsam nervt‘s. Alles mögliche hab ich schon versucht, von Yoga über Massagen mit Schmerzöl bis hin zu Kartoffelwickeln, nix hilft. Also dröhn ich mich mit Ibus ab, bin den ganzen Tag lang trantütig und krieg nix auf die Reihe.
Gestern bekam ich einen spontanen Rappel und bin zu so einem Express-Frisör zum Schnitt auffrischen. Wenn ich mich schon kacke fühle will ich dabei wenigstens gut aussehen. Vor mir waren zwei Omis dran, die eine wurde grade frisiert, die andere saß neben mir in einem Wartesessel. Als Oma Nr. 1 fertig ist, will Oma Nr. 2 sich aus dem Sessel schwingen, hat aber so ihre liebe Mühe. Oma Nr. 1 macht sich lustig: „Na, kriegst dien Mors nich mehr hoch? Hähä!“ Oma Nr. 2 nimmt Schwung und steht wackelig auf. Oma Nr. 1 lacht sich schlapp. „Sie sind aber fiese!“ sage ich zu ihr. „Aaach, bisschen Spaß muss sein im Alter.“ zwinkert sie mir zu. „Weißt du Kindchen, wir sind ja immer froh, wenn irgendwas weh tut. Wenn nix mehr weh tut, biste tot.“ Weise Worte. Also gut, bin ich jetzt mal froh über die Rückenschmerzen. Ich lebe noch, auch wenn ich grad mien Mors nicht richtig hochkriege. Wenn ich mal Oma bin, will ich auch loswatscheln und andere alte Leute auslachen. Hähä. Freu mich schon drauf.
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Den Maifeiertag hab ich mal so richtig abgefeiert! Sieben Stunden lang saß ich auf dem Fußboden ...
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Den Maifeiertag hab ich mal so richtig abgefeiert! Sieben Stunden lang saß ich auf dem Fußboden inmitten von Lego-Steinen und hab versucht, aus 978.000 Einzelteilen (grobe Schätzung, gezählt hab ich sie nicht) mit Hilfe von 86 zerfledderten Anleitungen IRGENDWAS zusammenzupuzzeln. ... Den Maifeiertag hab ich mal so richtig abgefeiert! Sieben Stunden lang saß ich auf dem Fußboden inmitten von Lego-Steinen und hab versucht, aus 978.000 Einzelteilen (grobe Schätzung, gezählt hab ich sie nicht) mit Hilfe von 86 zerfledderten Anleitungen IRGENDWAS zusammenzupuzzeln. Im Rahmen unserer Keller-Aktion, in der Hoffnung irgendwas davon weitergeben oder verkaufen zu können. Sagt mal, das war doch früher anders: wir hatten Einer, Zweier, Vierer, Sechser und Achter in dick und dünn, Platten und dann gab’s so ein paar Spezialteile in blau-durchsichtig von Lego-Raumfahrt. Jetzt besteht jedes fucking Set aus lauter Spezialteilen, die es nur ein einziges Mal gibt. Wenn du das nicht findest, funktioniert das ganze Ding nicht mehr. Moooaar! Und warum hab eigentlich ausgerechnet ich solche Kinder, die ALLES auseinanderfriemeln? Sogar die Männchen und zwar nicht nur Unterkörper und Oberkörper auseinander, sondern auch Kopf, Helm, die Arme und von den Armen die Hände ab. Ehrlich, ich war schon in Kinderzimmern, da standen die aufgebauten Sets ordentlich in einer Vitrine. Meine Kinder bauen den Chima Feueradler auf, werfen damit die Vitrine ein, zerpflücken ihn dann unter teuflischem Gelächter in alle Einzelteile, verteilen diese gleichmäßig auf Lego- und Playmobil-Kisten, sowie Tupper-, Krimskrams- und Unterhosen-Schubladen, manche verbuddeln sie im Garten und ein paar besonders wichtige Teile spülen sie im Klo runter. Damit man das auch garantiert nie wieder zusammenbauen kann. Und die Mutter dann den kompletten ersten Mai fluchend und haareraufend verbringt. Die Kinder guckten zu à la „schau, wie schön die Mutti heute spielt“. „Helft mir mal!“ - „Nee, du, wir haben was total wichtiges zu tun.“ Wusch verschwanden sie in ihre Zimmer und ließen mich allein in der Legowüste zurück. Frustriert, denn die Aktion blieb ergebnislos - abgesehen davon dass die Teile nun nach Farben sortiert sind. Sollte ich doch noch irgendwas zusammengebaut bekommen, ernsthaft, ich schmeiß vor Freude damit die nächstbeste Vitrine ein.
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Hiermit startet mein „52 Ideen“-Projekt. Ich musste nicht lange überlegen, was ich als erstes ...
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Hiermit startet mein „52 Ideen“-Projekt. Ich musste nicht lange überlegen, was ich als erstes umsetzen wollte: Ideen sind für mich wie Schmetterlinge, schillernd, zart und flatterhaft. Die erste Geschichtensuche ging also in den Schmetterlingpark. Ohne Kinder aber mit meinem Mann. ... Hiermit startet mein „52 Ideen“-Projekt. Ich musste nicht lange überlegen, was ich als erstes umsetzen wollte: Ideen sind für mich wie Schmetterlinge, schillernd, zart und flatterhaft. Die erste Geschichtensuche ging also in den Schmetterlingpark. Ohne Kinder aber mit meinem Mann. Wir verlegten die Arbeit auf den Nachmittag, brachten die Jungs zur Schule und in den Kindergarten, packten einen Picknickkorb und fuhren nach Friedrichsruh. Es gibt eine hübsch bepflanzte Parkanlage und ein Tropenhaus. Dort flatterten hunderte Falter um uns herum, große, kleine, bunte, fast durchsichtige... Es ist wie im Traum. Was für erstaunliche Geschöpfe Schmetterlinge sind, schon die Raupen: Deren einzige Aufgabe ist fressen, fressen, fressen und aufpassen, nicht selbst gefressen zu werden. Da haben sie kluge Taktiken: Kommt ein Vogel angeflogen, lassen sich viele Raupen einfach vom Baum plumpsen; deshalb hängen Raupensammler einen Schirm an einen Ast und klopfen dagegen. Plumps, Schirm voller Räupchen. Manche Raupen tarnen sich als Zweig, Blatt oder - kein Witz - als Vogelkacke. Andere tun so, als wären sie voll gefährlich und sehen aus wie Mini-Schlangen oder wie Wespen. Einige haben derbe viele Haare, weil Vögel sie dann schlecht runterschlucken können. Wer überlebt und dick genug ist, bastelt sich ein Seidenkissen oder einen Gürtel, hängt sich dran und verpuppt sich. Einige dieser Gebilde sehen aus wie hübsche Kettenanhänger (s. Fotos). Im Inneren der Puppe löst sich die Raupe komplett in ihre Bestandteile auf, puzzelt sich neu zusammen und bäm: Schmetterling. Krass. Abends erzählte ich dem Großen davon. „Wozu das alles?“ fragte er. „Diese ganze Mühe mit den Schmetterlingen, warum ist das alles so kompliziert gemacht? Was ist der Sinn?“ Ich war etwas verdattert. „Hm, keine Ahnung... Vielleicht ist der Sinn, zu zeigen, was alles möglich ist?“
Wenn es geht, dass etwas aussieht wie Vogelkacke, sich vor Angst beim kleinsten Geräusch vom Ast fallen lässt und sonst das Leben nur aus Fressen besteht, es sich dann auflöst, neu zusammensetzt und kurz darauf leuchtend schön im Sonnenschein von Blüte zu Blüte schwebt... Wenn DAS geht, was ist dann noch alles möglich?
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„Nicht schon wieder eine neue Milch aufmachen, es sind noch zwei Milche offen!“ - sage ich heute ...
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„Nicht schon wieder eine neue Milch aufmachen, es sind noch zwei Milche offen!“ - sage ich heute morgen beim Frühstück. „Milche?!“ fragt der Große. „Heißt das nicht Milchs?“ - „Flüssigkeiten haben keinen Plural. So wie Wasser oder Blut.“ schaltet sich mein Mann ein. „Doch, ein Wasser, ... „Nicht schon wieder eine neue Milch aufmachen, es sind noch zwei Milche offen!“ - sage ich heute morgen beim Frühstück. „Milche?!“ fragt der Große. „Heißt das nicht Milchs?“ - „Flüssigkeiten haben keinen Plural. So wie Wasser oder Blut.“ schaltet sich mein Mann ein. „Doch, ein Wasser, zwei Wässer. Ein Blut, viele, hm, Blüte? Bluts? Blute? Klingt alles komisch.“ überlege ich.
„Alexa, was ist die Mehrzahl von Milch?“ ruft der Große. „Ich bin mir da leider nicht sicher.“ - „Grrm. Hey Siri, was ist die Mehrzahl von Milch?“ Siri spuckt ein Websuche aus, Milche ist richtig. „Siri ist schlauer als Alexa.“ stellt der Große fest. „Und ich bin die schlauste von allen, weil ich das noch vor Siri wusste.“ trompete ich. Gleichzeitig überlege ich, ob es wirklich Worte ohne Plural gibt. Chaos zum Beispiel. Dabei wäre das ein nützliches Pluralwort, in unserem Haus befinden sich nicht selten an mehreren Stellen Chaösse. Ebenso liegen überall Stäube herum und hier im Norden fallen manchmal zwei, drei Regens an einem Tag. Singulariatantum nennt man das, wenn ein Wort nur in der Einzahl vorkommt, oft bei Sammelbegriffen wie eben Staub, Obst oder Schnee. Abstrakte Begriffe wie Hunger, Durst und All sind auch Singulariatantum (-tantem? -tanti?). Bei manchen Dingen ist es prima, dass es sie nur einmal gibt. Der Donald Trump und nicht viele Donalde Trumps. Der Hass, nicht mehrere Hässe. Gute Sache.
Während ich so grübel, trinken meine Nachwüchse beide Milche aus.
Die Gegenwart ist ebenfalls einzigartig.
Und wer das hier liest, ist es auch. 💙
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Gestern hab ich die erste Idee von der „langen Bank“ in die Tat umgesetzt. Erzähl ich aber erst Sonntag, ...
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Gestern hab ich die erste Idee von der „langen Bank“ in die Tat umgesetzt. Erzähl ich aber erst Sonntag, ätschbätsch, Cliffhanger . Abgesehen davon, dass im Moment 500 Ideen gleichzeitig mein Gehirn kapern wollen, tobe ich mich grade beim Frühjahrsputz aus. Also, ich „tobe“ sehr gemächlich, ... Gestern hab ich die erste Idee von der „langen Bank“ in die Tat umgesetzt. Erzähl ich aber erst Sonntag, ätschbätsch, Cliffhanger 😁. Abgesehen davon, dass im Moment 500 Ideen gleichzeitig mein Gehirn kapern wollen, tobe ich mich grade beim Frühjahrsputz aus. Also, ich „tobe“ sehr gemächlich, meine Motivation will noch nicht ganz wahrhaben, dass wir jetzt echt so nen Kack machen müssen, wo es doch tausend coolere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Aber es muss. Vor ca. drei Wochen sollten die Jungs ihre Zimmer aufräumen, die eine absolute Katastrophe waren. Mein Mann stellte ihnen zwei Kisten hin, in die sie alle Sachen packen sollten, mit denen sie nicht mehr spielen. Was soll ich sagen... Sie haben einfach ALLES in diese Kisten geschmissen. „Wolln wa nicht mehr. Dann müssen wir das auch nicht aufräumen.“ Diese klugen, kleinen Scheißerchen. Bis auf die Bücher, eine Gitarre und die Nerfs sind ihre Zimmer nun vollkommen kahl. Und wir hatten ein Problem. „Wohin mit dem Kram?“ Die Antwort ist seit zehn Jahren die immer gleiche: „Keller.“ Unser Haus ist komplett unterkellert und wir haben dort unten sechs Räume. Mikrowelle kaputt? Keller. Alte Couch? Keller. Babyklamotten, Weihnachtsdeko, Notfallvorrat? Keller. Freunde wollen eine Waschmaschine/Bar/antiken Schrank irgendwo unterstellen? Kein Ding, ab damit in den Keller. Nun kam mein Mann zerknirscht mit dem Spielzeug wieder hoch: „Du, äh... der Keller ist voll.“ „Scheiße.“ - „Scheiße.“ - „Müssen wir wohl...“ - „Ja, ich befürchte...“ Das Wort „ausmisten“ brachte keiner von uns über die Lippen, aber wir wussten es beide. „Jeder zehn Minuten am Tag. Komm, das kriegen wir hin.“
So steige ich täglich hinab, weine neuneinhalb Minuten lang, greife mir dann irgendwas und schmeiß es weg, mein Mann vertickt es bei eBay oder ich schiebe es meiner Schwester unter. So ganz langsam lichtet sich das Chaos. Und der Keller darf ab sofort nicht mehr als Müll- und Lagerhalle benutzt werden. Wenn jetzt einer fragt: „Wo soll das hin?“, sag ich: „Garage.“
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Habt ihr schon das Lied vom #teamtrotzdemmachen in der Story von @juli.pott gesehen? Ich glaube, ...
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Habt ihr schon das Lied vom #teamtrotzdemmachen in der Story von @juli.pott gesehen? Ich glaube, es ist jetzt in ihren Highlights gespeichert. Ich bin ja mit meinem Gesicht hier eher weniger präsent, aber vielleicht erkennt ihr mich ja trotzdem ️. Was für eine unglaublich schöne Aktion ... Habt ihr schon das Lied vom #teamtrotzdemmachen in der Story von @juli.pott gesehen? Ich glaube, es ist jetzt in ihren Highlights gespeichert. Ich bin ja mit meinem Gesicht hier eher weniger präsent, aber vielleicht erkennt ihr mich ja trotzdem ☺️. Was für eine unglaublich schöne Aktion - Juli, ich danke dir so für deine Mühe und dein Herzblut - und wie toll, dass so viele mitgemacht haben! 💙
Die letzte Woche hat mich doch ein bisschen ins Grübeln gebracht. Darüber, wie viel ich eben nicht „trotzdem“ sondern „lieber erstmal nicht“ mache und was ich so alles auf die lange Bank schiebe. Da liegt inzwischen so einiges, auf meiner langen Bank, so viel „das müsste man mal machen“ und „das würd ich gern ausprobieren“. Dann kommt der Alltag, die Wäsche und die Faulheit und so manche gute Idee landet auf dem Haufen für später mal. Eigentlich muss ich mir auch gar keine Ideen herbeimeditieren, es schimmeln schon diverse auf dieser langen Bank rum - von der ich ja genau genommen gar nicht weiß, wie lang sie eigentlich wirklich ist... Also hab ich mir jetzt was vorgenommen. Ich möchte ein Jahr lang einen halben Tag pro Woche den Ideen widmen. Den verrückten und den vernünftigen, den guten und den schlechten - alles, wohinter sich möglicherweise eine spannende oder lustige Geschichte versteckt, soll mir willkommen sein. 52 Wochen, 52 Geschichten. Ich möchte nicht mehr warten, dass die Geschichten mich finden, ich möchte losgehen und sie suchen. So mit Vorsatz hab ich das noch nicht gemacht - es fühlt sich aufregend an und ich bin gespannt, ob es gelingt. Dafür gibt’s dann hier eine neue „Rubrik“, in der ich jeweils sonntags darüber berichten werde. Was glaubt ihr, wo sich gute Geschichten verstecken? Vielleicht sollte ich mich mal bei Tinder anmelden oder pilgern oder zu einer Wahrsagerin gehen? Ich sag mal: JA. Ich bin dafür. Mal einfach laufen lassen... und sehen, was passiert. 🙃
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Diese sonnigen Tage, ne. Kann das nicht immer so sein? Die Stimmung wird lediglich durch ein paar ...
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Diese sonnigen Tage, ne. Kann das nicht immer so sein? Die Stimmung wird lediglich durch ein paar Kleinigkeiten getrübt: Mein Mann hat Heuschnupfen. Und Heuschnupfen ist offenbar noch dreimal schlimmer als Männerschnupfen. Der guckt sowas von leidend aus seinen roten Äugelein und schnieft ... Diese sonnigen Tage, ne. Kann das nicht immer so sein? Die Stimmung wird lediglich durch ein paar Kleinigkeiten getrübt: Mein Mann hat Heuschnupfen. Und Heuschnupfen ist offenbar noch dreimal schlimmer als Männerschnupfen. Der guckt sowas von leidend aus seinen roten Äugelein und schnieft die ganze Zeit rum. Nasengeräusche machen mich aggressiv. Vorhin an der Fleischtheke fragte die Wurstfachverkäuferin: „Sie beide gehören zusammen?“ Mein Mann: „Schnief.“ Ich, mit bösem Seitenblick: „Ja... NOCH.“
Die Katze ist total krüsch mit dem Futter geworden, dabei hat sie bisher absolut alles gefressen. Also haben wir jetzt tausend (okay, vielleicht sind’s nicht ganz tausend) verschiedene Sorten Futter gekauft und führen Tagebuch darüber, was sie frisst und was nicht.
Auch der Geschmack der Nachbarsschildkröte ist speziell. Der Nachbarsjunge kam vorgestern Abend völlig verheult rüber: Die Schildkröte hatte den kleinen weißen Fisch gefressen. Das Mitgefühl meiner Kinder hielt sich in Grenzen - „Is doch bloß ‘n Fisch.“ meinte der Große. Der Kleine sieht das philosophisch: „Alles ist aus Sternenstaub gemacht. Wenn der Fisch tot ist, wird er wieder zu Sternenstaub - und dann zu irgendwas anderem.“
Genau. Zu Schildkrötendutt zum Beispiel. Die Katze schleppte vor ein paar Tagen unbemerkt ne Maus ins Haus, die dann unter unserer Couch verw... zu Sternenstaub zerfiel. Zwei Tage lang sag ich: „Boah. Irgendwas stinkt doch hier!“ Mein Mann immer: „Schnief. Ich riech nix.“ 🙄

Heute geht die #teamtrotzdemmachen Woche zu Ende. Ich habe gelernt, dass sich frühes Aufstehen auch dann lohnt, wenn ich nicht zum Meditieren komme und möchte das beibehalten. Morgen darf ich bei dem Abschlusslied von @juli.pott mit“singen“ - damit geht das Überwinden nahtlos weiter. Und das nächste Projekt ist auch schon in den Startlöchern, bei dem ich wieder etwas „trotzdem“ mache. Bevor ich irgendwann zu Sternenstaub zerfalle, möchte ich nämlich noch ganz viel ausprobieren. Sollte ich als Fisch, Blütenpolle oder Schildkrötendutt wiederkommen, wären die Möglichkeiten ja eher begrenzt. 😉
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Experiment „Früh aufstehen“, Tag 4. Es mutierte ja eher zum Experiment „Auf wie viele Arten kann ...
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Experiment „Früh aufstehen“, Tag 4. Es mutierte ja eher zum Experiment „Auf wie viele Arten kann man eigentlich daran scheitern, morgens zu meditieren, verdammt nochmal?!“. Nicht heute, Freunde. 5:57 Uhr. Ich bin vor dem Weckerklingeln wach? Was da los? Aufstehen, Kaffee, Katze, ... Experiment „Früh aufstehen“, Tag 4. Es mutierte ja eher zum Experiment „Auf wie viele Arten kann man eigentlich daran scheitern, morgens zu meditieren, verdammt nochmal?!“.
Nicht heute, Freunde.
5:57 Uhr. Ich bin vor dem Weckerklingeln wach? Was da los? Aufstehen, Kaffee, Katze, Garten. Der Himmel ist rosa. Wie schön das im Moment ist, es gibt jeden Tag neue Knopsen und Blüten zu entdecken.
Gestern, als ich in einem Kommentar erzählte, dass ich durchaus Übung mit dem Meditieren habe, weil wir es seit Jahren jede Woche in der Yoga-Stunde machen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: VOR die Meditation gehört Yoga! Das ist in meinen Synapsen so verknüpft. Also schmeiße ich unsere Mantra-Mucke an, mache sieben Minuten lang Sonnengrüße und anschließend noch ein paar Übungen für Bauch und Rücken. Dann erst setze ich mich auf mein Kissen. In meinem Kopf höre ich die Stimme meiner Yoga-Lehrerin, spüre meine Füße, Waden, Oberschenkel, richte die Wirbelsäule auf und bin voll drin - in mir, im Augenblick. Es klappt! Fuck yeah, ich meditiere!
Nach ein paar Minuten konzentriere ich mich darauf, wie der Tag heute werden soll. „Leicht und lustig!“ ist die Antwort. Einverstanden.
Die Jungs kommen runter. Der Kleine war gestern bei einer Kindergartenfreundin, der Große gibt ihm Flirttipps: „Du musst sie fragen: ‚Hast du Rum da?‘, dann sagt die: ‚Nein.‘ Dann sagst du: ‚Dann könnten wir ja rummachen.‘ ... Verstehste?“
Der Kleine so: „Jaaa, haha, versteh ich!“ Ich denke: „What, das versteht er schon?!“ Der Kleine: „Dann denkt sie, ich bin voll der coole Pirat! 😏“ Ich werfe dem Großen einen warnenden Blick zu, dass er jetzt bitte nicht den Unterschied zwischen Rum machen und rummachen erklärt.
An dieser Stelle kurzer Exkurs, wie man Rum macht: Man nehme kleingehacktes Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasser. Fermentieren, 1-14 Tage gären lassen, destillieren, Wasser dazu, fertig.
Ich wünsche euch einen leichten, lustigen Tag - joho und ne Buddel voll Rum!

P.S.: Ich weiß, dieser erzwungene Text-Bild-Zusammenhang is voll Panne, ich hatte da aber heute Spaß dran. 😁 #teamtrotzdemmachen
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Experiment „Früh aufstehen“, Tag 3. 6:00 Uhr, der Wecker klingelt. Ich steh auf, mach ihn aus, dreh ...
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Experiment „Früh aufstehen“, Tag 3. 6:00 Uhr, der Wecker klingelt. Ich steh auf, mach ihn aus, dreh mich um und geh wieder ins Bett. Um eine halbe Stunde zu... meditieren natürlich. Ja, ok, ich hab weitergepennt. Mist. Warum ich überhaupt meditieren möchte, hab ich euch noch gar nicht erzählt. ... Experiment „Früh aufstehen“, Tag 3. 6:00 Uhr, der Wecker klingelt. Ich steh auf, mach ihn aus, dreh mich um und geh wieder ins Bett. Um eine halbe Stunde zu... meditieren natürlich. Ja, ok, ich hab weitergepennt. Mist.
Warum ich überhaupt meditieren möchte, hab ich euch noch gar nicht erzählt. Es ist etwas schwierig zu erklären, aber ich will’s versuchen. Vor ein paar Wochen hörte ich das Hörbuch „Big Magic“ von Elizabeth Gilbert (die Autorin von „Eat, pray, love“).
Ich habe selten so viele kluge Gedanken auf einem Haufen gehört, aber bei einem liefen mir regelrecht Schauer über den Rücken. Die Autorin ist der Ansicht, dass unser Planet nicht nur von Menschen, Tieren und Pflanzen bewohnt wird, sondern auch von Ideen. Körperlose Energieformen, die herumschwirren und nach Menschen suchen, die mit ihnen zusammenarbeiten möchten. Ich bekam Gänsehaut, weil alles in mir wusste, dass das wahr ist. Weil ich es schon oft genug erlebt habe: Dass eine Idee durch mich durchkribbelt, die nicht aus mir selbst zu kommen scheint. Bei meiner Arbeit passiert das und auch, wenn ich was für Instagram schreibe. An manchen Texten formuliere ich eine Stunde lang herum und sie wollen mir trotzdem nicht gefallen. Andere schreiben sich in 10, 15 Minuten „wie von allein“. Dann nämlich, wenn eine Idee mit mir zusammenarbeitet und sich von mir eine Gestalt verpassen lässt.
Oft sind wir Menschen zu beschäftigt, um die Ideen zu beachten. Wir arbeiten, betüdeln die Kinder, machen Haushalt, gucken fern oder aufs Handy.
In jedem von uns, sagt die Autorin, liegen kleine Schätze verborgen, die wir mit Hilfe von Mut und Ideen finden können. Malen, tanzen, schreiben, fotografieren, nähen, singen, Klavier spielen, kochen... jeder hat eine andere Methode, um seinen inneren „Schatz“ ans Tageslicht zu holen.
Durch das Meditieren möchte ich mich auf Schatzsuche begeben, den Ideen signalisieren: Ich bin hier, ihr dürft kommen! Dann machen wir was Cooles zusammen, ok?
Eventuell muss ich das ja gar nicht im Morgengrauen machen. Vielleicht reicht es, sich zwischendurch fünf Minuten in die Sonne zu setzen.
Das wär doch mal eine Idee... ☺️🦋
#teamtrotzdemmachen
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Die Kinder sind ausgeflogen. Der Kleine ist mit Ömchen und Opi an der Ostsee, der Große hat gestern ...
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Die Kinder sind ausgeflogen. Der Kleine ist mit Ömchen und Opi an der Ostsee, der Große hat gestern bei nem Freund übernachtet und schläft heute bei meiner Schwester. Zwei Tage hintereinander sturmfrei... Das hatten wir zuletzt, als... ich kann mich nicht erinnern. Jedenfalls ist es seltsam. ... Die Kinder sind ausgeflogen. Der Kleine ist mit Ömchen und Opi an der Ostsee, der Große hat gestern bei nem Freund übernachtet und schläft heute bei meiner Schwester. Zwei Tage hintereinander sturmfrei... Das hatten wir zuletzt, als... ich kann mich nicht erinnern. Jedenfalls ist es seltsam. Alle Eingeweihten so „Höhö, viel Spaß ne!“ zwinkerzwinker. Als würde man sofort knatternderweise übereinander herfallen - das haben wir doch jetzt zehn Jahre lang verlernt. Gestern Abend war ich ohnehin beim Yoga, zum Abschied rief ich: „Ich nehm keinen Schlüssel mit! Wenn ich wieder komm, werde ich KLINGELN!“ Geil. Klingeln: der Sex des Alters!
Beim Yoga hörte ich zwei Geschichten von anderen Kindern - und da ich grade keine eigenen für Geschichten da hab, erzähl ich euch die. Der eine Sohn meinte zu seiner Mutter, dass er sie als „Mum“ im Handy abgespeichert hat - als Abkürzung für „Mumie“. Hübsch. Noch hübscher fand ich die Geschichte von einer Tochter, die berichtete: „Ich weiß jetzt, was ich werden will: Psychologin!“ und die andere Tochter sagte: „Cool, dann werd ich Psychopathin.“
Ich find das gut, wenn Geschwister sich unterstützen!
Nach dem Yoga kam ich nach Hause und klingelte. Es fühlte sich total verboten an. Mein Mann öffnete, ich gab ihm einen schüchternen Kuss auf die Wange. „Kann ich heute bei dir übernachten?“ Er: „Klar, meine Frau und die Kinder sind nicht da.“ Zwinkerzwinker.
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Und plötzlich ist der Sommer da. Ich ziehe das Wintergefühl aus wie einen schweren, grauen, mottenzerfressenen ...
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Und plötzlich ist der Sommer da. Ich ziehe das Wintergefühl aus wie einen schweren, grauen, mottenzerfressenen Mantel. Darunter trägt meine Seele ein buntes Sommerkleid und alles fühlt sich auf einmal anders an - so frei und leicht und heiter. Sofort nach dem Frühstück raus in den Garten, ... Und plötzlich ist der Sommer da. Ich ziehe das Wintergefühl aus wie einen schweren, grauen, mottenzerfressenen Mantel. Darunter trägt meine Seele ein buntes Sommerkleid und alles fühlt sich auf einmal anders an - so frei und leicht und heiter. Sofort nach dem Frühstück raus in den Garten, die Sonnenliegen aufbauen, den ganzen Tag lang steht die Terassentür offen, Dorfkinder kommen und gehen, Nachbarn klönen an Gartenzäunen, abends sind Fingernägel und Füße dreckig vom in der Erde buddeln und vom Barfußlaufen, die Haut fühlt sich warm an und riecht nach Sonnencreme.
Gestern Abend haben wir mit Freunden gegrillt, ich hab spannende philosophische Gespräche mit @joerg_lornsen geführt - vielleicht kennt ihn jemand von euch von „Unser Star für Baku“ oder „Das Supertalent“? Guter Musiker, guter Typ! Wir saßen lange am Lagerfeuer, haben Musik gehört und mitgesungen, auch wenn wir vom Text zum Teil nur ein einziges Wort kennen: Felicità! Ähdidüdeldilala, gnideldibiatschi - FELICITÀ! FELICITÀ!“ Felicità heißt Glück, viel mehr italienisch kann ich leider nicht, was schade ist, weil ich z.B. beim Bügeln manchmal voll gerne Eros Ramazotti höre. Dann komm ich mir immer vor wie ein Kind in der Mini-Playback-Show. Ich gebe richtig Gas bei der Performance, aber meine Lippen sind überhaupt nicht synchron. Hinterher sagt Marijke Amado: „Das war ganz, ganz süß, aber da musst du noch bisschen üben, nä?!“. Ich sag: „Nö, ich wollt eh nur mal durch die Zauberkugel gehen.“ Und für den Tag heute reichen meine paar italienischen Worte: O sole mio, Felicità!
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Ein Kumpel von den Jungs, der Max, übernachtet bei uns. Die Kinder erzählen sich vorhin Witze, Max: ...
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Ein Kumpel von den Jungs, der Max, übernachtet bei uns. Die Kinder erzählen sich vorhin Witze, Max: „Jemand schreckt mit dem Gesicht die Frühstückseier ab! Oderoder: dei..., äh, JEMAND sammelt Laub für den Blätterteig.“ Ich: „🤨 Erzähl die mal richtig. Ich weiß genau, dass das ‚Deine Mudder’-Witze ... Ein Kumpel von den Jungs, der Max, übernachtet bei uns. Die Kinder erzählen sich vorhin Witze, Max: „Jemand schreckt mit dem Gesicht die Frühstückseier ab! Oderoder: dei..., äh, JEMAND sammelt Laub für den Blätterteig.“ Ich: „🤨 Erzähl die mal richtig. Ich weiß genau, dass das ‚Deine Mudder’-Witze sind.“ Max: „Ja, ähm, ich wollt das jetzt nicht so sagen, wo du doch dabei bist.“ Ich zum Großen: „Deine Mudder trinkt Bratensoße als Erfrischungsgetränk.“ Er: „DU bist doch meine Mudder.“ Ich: „Deine Mudder zupft sich die Augenbrauen mit der Rohrzange.“ - „Mama, das geht so nicht, du kannst nicht..!“ - „Pff. Deine Mudder hat Orangenhaut mit ganzen Früchten.“ - „Hör jetzt auf ey! ‚Deine Mudder‘-Witze sind überhaupt nicht witzig, wenn deine eigene Mudder sie erzählt.“
Ich finde, dann sind sie am allerwitzigsten. Aber gut. Leider setzen sich die „Dein Kind“-Witze nicht so richtig durch. Dein Kind ist so blöd, es wirft ne Zitrone auf den Boden und ruft: Los, Pikachu!
Oderoder: Dein Kind ist so hässlich, es hat im Zoo Hausverbot, damit sich die Tiere nicht erschrecken. Naja.
MEINE Mudder putzt sich die Zähne mit Fußcreme. Und das ist leider kein Witz. Bei meinen Eltern war nämlich neulich die Zahncreme alle, Mama so: „Wäh, Zahncreme alle!“ Papa so: „Warte, ich hab noch eine im Kellerersatzraum!“ (was für ein süßes, spießiges Wort ‚Kellerersatzraum‘ einfach ist. Im englischen gibt es leider keinen „Basement Replacement Room“ obwohl das schön klingt).
Jedenfalls, Papa stellt Mama die Tube hin, Mama hat daraufhin ein sehr ekelhaftes Zahnputzerlebnis - aber man muss zugeben: Sie hat jetzt ganz zarte, hornhaut- und schrundenfreie Zähne.
Und was macht Deine Mudder so?
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